Intermittierende pneumatische Kompressionstherapie

Die IPK im Überblick

Die IPK ist eine apparative Therapieform zur Behandlung von verschiedenen Ödemen sowie arterieller und venöser Durchblutungsstörungen. Es gibt ernstzunehmende Hinweise, dass auch Heilungsprozesse nach Verletzungen oder Operationen beschleunigt werden. Im Sport wird diese Technologie zur Verbesserung der Regeneration eingesetzt. Es handelt sich bei unserem Gerät um ein sowohl intermittierend als auch sequentiell arbeitendes Mehrstufensystem mit überlappenden Kammern, die wechselweise mit Luft befüllt werden und einen definierten Druck auf das zu komprimierende Gewebe ausüben.

Unsere IPK in Aktion

Indikationen (Einsatzgebiete)

  • Thromboseprophylaxe, insbesondere, wenn eine medikamentöse Prophylaxe nicht möglich ist
  • Chronisch venöse Insuffizienz (CVI)
  • Ulcus cruris venosum („offene Beine“)
  • Extremitätenlymphödeme als Ergänzung zur komplexen physikalischen Entstauungstherapie
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), insbesondere wenn aktive Übungen nicht möglich sind und eine Operation nicht in Frage kommt
  • Posttraumatische oder postoperative Schwellungen
  • Lipödeme
  • Sensorischer Störung und Schwellung nach Schlaganfall
  • Unterstützung der Regeneration nach intensivem Training oder Wettkampf

 

Was bewirkt die IPK?

  • Verbesserung des venösen Blutstroms
  • Verbesserung des arteriellen Blutstroms
  • Verringerung von Bindegewebsverhärtungen
  • Verringerung des Thromboserisikos
  • Verbesserung der Sauerstoffversorgung im Gewebe
  • Beschleunigung der Knochenheilung nach Frakturen
  • Verringerung von sensorischen Störungen bei Halbseitenlähmung

 

Die IPK stellt für gewöhnlich keine alleinige Maßnahme zur Behandlung der aufgeführten Krankheitsbilder dar. Vielmehr ist sie eine sinnvolle Ergänzung zu der Behandlung mittels Lymphdrainage und Kompressionsverbänden oder Kompressionsstrümpfen. Richtig eingesetzt können wir damit Schwellungen reduzieren, die Stoffwechselsituation im Behandlungsgebiet verbessern und Heilungsprozesse beschleunigen.

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

Bei diesen Krankheitszuständen führen wir keine intermittierende pneumatische Kompressionstherapie (IPK) durch:

  • Thrombose, oder auch nur der konkrete Verdacht auf diese
  • Starke Herzinsuffizienz
  • Bakterielle Infektionen im zu behandelnden Gebiet
  • Kompartmentsyndrom (Flüssigkeitsansammlung in einer Muskelgruppe)
  • Schwerer Bluthochdruck
  • Wenn eine IPK bereits zu Beschwerden geführt hat, wie zum Beispiel Schwellungen in der Leisten- oder Genitalregion
  • Ausgedehnte Weichteilverletzungen
  • Ausgeprägte Neuropathie im Behandlungsgebiet

 

Nebenwirkungen

Unter Beachtung der Indikationen und Kontraindikationen stellt die IPK eine sichere und wirksame Therapieoption dar. Dennoch kann es in seltenen Fällen unter Umständen zu Komplikationen kommen, insbesondere wenn die von uns empfohlene Behandlungszeit deutlich überschritten wird oder mit übertrieben hohen Arbeitsdrücken gearbeitet wird. Diese sind:

  • Nervenschädigung
  • Kompartmentsyndrom (Flüssigkeitsansammlung in einer Muskelgruppe)
  • Lungenembolie (Gefäßverschluss in der Lunge)
  • Drucknekrose (Gewebetod infolge zu hohen oder dauerhaft ausgeführten Drucks
  • Genitallymphödem

 

 

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